Antioxidantien

Aus der Artikelserie „Bausteine des Lebens“ - Teil 5.

Weiterlesen

Von Paul Ebert, B.Sc.


Auf ewig jung sein – ein Wunsch, den viele Menschen hegen. Antioxidantien helfen Ihnen dabei, dem Zahn der Zeit zu trotzen. Gleichzeitig wirken sie präventiv gegen viele chronische Degenerationsbeschwerden, Kreislauferkrankungen und sogar Krebs. Luftverschmutzung, Zigarettenrauch und Co. fordern heutzutage eine aktive Versorgung mit Radikalfängern mehr denn je.

Freie Radikale – sie steuern biologische Alterungsprozesse und stehen am Anfang vieler gesundheitlicher Beschwerden. Konkret handelt es sich um hochreaktive Sauerstoffverbindungen, welche sich bei dem Versuch, ihre fehlenden Elektronen auszugleichen, rücksichtslos an zelluläre Strukturen und Blutbestandteile binden und diese dadurch zerstören. Sie sind natürliche Produkte des Stoffwechsels und fallen bei der Energiebereitstellung des Körpers laufend an. Um die verursachten Zellschäden gering zu halten, müssen freie Radikale schnellstmöglich auf angemessene Weise neutralisiert werden. Übrigens, den aktiven Raub von Elektronen nennen wir Oxidation. Wird dadurch eine starke, anhaltende Belastung vermittelt, sprechen wir von oxidativem Stress.

Um mit diesen angriffslustigen Verbindungen fertigzuwerden, bedient sich unser Körper unterschiedlicher Strategien. Enzyme können als sogenannte Radikalfänger dienen, häufiger jedoch wird diese Rolle durch bestimmte Nahrungsbestandteile erfüllt. Als Antioxidantien fungieren die Vitamine C und E, das Spurenelement Selen und einige schwefelhaltige Aminosäuren. Auch sekundäre Pflanzenstoffe wie die Karotinoide und die Flavonoide sind leicht zu oxidieren und entschärfen freie Radikale, bevor diese unsere Zellen schädigen können.

Der Mensch der Neuzeit ist andauernd Faktoren ausgesetzt, welche die Entstehung von oxidativem Stress begünstigen. Sind Sie durch einen oder mehrere Punkte der folgenden Liste stärker belastet, sollten Antioxidantien für Sie von Interesse sein. Die Produktion hochreaktiver Sauerstoffverbindungen wird gefördert durch:

  • Rauchen von Zigaretten (erhöht sie um ein Vielfaches!).
  • Chemikalien, welche durch industrielle Luftverschmutzung und Verkehr in unseren Körper gelangen.
  • Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe und künstliche Aromen.
  • Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (Herbizide, Fungizide und Pestizide) in der Nahrung.
  • Radioaktive Strahlung und übermäßige UV-Strahlung des Sonnenlichts.
  • Alkohol, bestimmte Medikamente und Drogen.

Dauerhaft hohe Level an oxidativem Stress können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Schäden am Kollagen des Bindegewebes zeigen sich in faltiger, grauer Haut und in chronischen Gelenksbeschwerden. Die fortschreitende Zerstörung der Gefäßwände sorgt für reduzierte Spannkraft der Blutgefäße, was in Krampfadern und Kreislauferkrankungen resultieren kann, aber auch degenerative Sehschäden fördert. Freie Radikale schädigen die Nervenzellen des Gehirns und können maßgeblich an der Entwicklung bösartiger Tumore beteiligt sein. Diesen Entstehungsmechanismus wollen wir später noch genauer unter die Lupe nehmen.

Vorkommen

Die natürlichen Vitamine C und E zeigen ausgezeichnete antioxidative Eigenschaften. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Löslichkeiten werden sie sowohl in die Wasserreservoire als auch in die Fettspeicher des Körpers aufgenommen und können dort freie Radikale einfangen. Da Vitamine nicht vom Körper selbst hergestellt werden können, sind wir auf ihre Versorgung über die Nahrung angewiesen. Frisches Obst und Gemüse, pflanzliche Öle, Samen und Nüsse decken dabei den Tagesbedarf an beiden Vitalstoffen. Um für die Wirkung als Antioxidans ausreichend hohe Vitamin-C-Spiegel zu sichern, bietet uns die Natur auch eine ganz besondere Frucht: unsere Heilpflanze des Jahres 2022, die Acerolakirsche. Im hochdosierbaren Acerola Vitamin C Pulver und den Acerola + Zink-Kapseln kommen ausschließlich biologisch hochqualitative Rohstoffe und schonende Verarbeitungsmethoden zum Einsatz. Sie bieten die optimale Versorgung mit leicht aufnehmbarem Vitamin C in Kombination mit weiteren gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen und Spurenelementen. Somit können wir sie mit gutem Gewissen allen empfehlen, die das ein oder andere Defizit ausgleichen möchten.

Einige exzellente Antioxidantien finden wir auch unter den sekundären Pflanzenstoffen. Ein Karotinoid oder ein Flavonoid kommt in der Natur selten allein. Stattdessen treten diese einander oftmals sehr ähnlichen Strukturen in pflanzlichen Nahrungsmitteln gruppiert auf, worin auch ihre antioxidative Stärke liegt. Erfahrungen zeigen: Je vielfältiger die Kombination an aufgenommenen Radikalfängern, desto effektiver kann oxidativer Stress gemindert werden. Pflanzen nutzen Karotinoide und Flavonoide sowohl um sich vor Umweltstress zu schützen als auch um ihre Früchte und Blüten zu färben. Dementsprechend leicht fällt auch die Identifikation jener Lebensmittel, welche reich an diesen Antioxidantien sind. Man muss nur auf die Farben schauen! Buntes Obst und Gemüse stellen ausgezeichnete Quellen dar. Wer Wurzelgemüse, Zitrusfrüchte, Beeren und Co. in den Speiseplan integriert, profitiert zusätzlich von entzündungshemmenden, antiallergischen und antiviralen Eigenschaften vieler sekundärer Pflanzenstoffe. Zahlreiche gesundheitsfördernde Qualitäten von Kräutern und Bienenhonig lassen sich auf diese Naturstoffe zurückführen.

Greenfoods

Fotosynthese: die Umwandlung von Sonnenlicht in chemisch fixierte Energie. Alle grünen Pflanzen und einige Bakterien sind in der Lage, sie zu betreiben. Dies gelingt nur mithilfe des Chlorophylls und der Carotinoide – lauter ausgezeichnete Antioxidantien. Die Liste der Greenfoods bietet einen Überblick, welche Pflanzen Spitzenreiter in der Fotosynthese sind und dementsprechend unvergleichliches Potenzial als Radikalfänger mitbringen: grüner Tee, Gerstengras, Weizengras und die Algen Chlorella und Spirulina. Aufgrund des starken Eigengeschmacks der Greenfoods, empfehlen wir, sie zur Einnahme in Smoothies oder Säfte einzurühren.

OPC

Besonders beliebt dank ihrer hervorragenden Eignung als Anti-Aging-Mittel sind auch die nächsten Naturstoffe, welche wir Ihnen vorstellen möchten: OPC (oligomere Proanthocyanidine). In den Kernen von Weintrauben und in der Rinde der Kiefer reichlich enthalten, zeigen sie ein Vielfaches des antioxidativen Potenzials von Vitamin C und E. OPC + C Traubenkernextrakt hilft Ihnen dabei, Alterserscheinungen der Haut auf natürliche Weise effektiv zu bekämpfen. 

Freie Radikale schädigen das Bindegewebe, speziell das Strukturprotein Kollagen, der oberen Hautschichten. Zerstörtes Kollagen muss von körpereigenen Enzymen abgebaut werden und bei bestehendem oxidativem Stress können wir es nicht in ausreichenden Mengen nachproduzieren. Die Haut kann folglich weniger Wasser speichern und trocknet aus, was in tiefen Falten resultiert. OPC vermögen diesen Abbauprozess zu verhindern und vermitteln somit ein schmerzfreies Facelifting. Die kollagenschützenden Eigenschaften der OPC fördern auch generell die Wundheilung. Doch das ist noch nicht alles. Japanische Studien zeigten, dass OPC auch Haarwuchs und -gesundheit positiv beeinflussen. Im Vergleich zu etablierten Präparaten konnten diese natürlichen Antioxidantien die Haarwurzelvermehrung signifikant steigern. Sie scheinen das Haar vermehrt zum Wachstum anzuregen. ProbandInnen der Studien berichteten bei konsequenter Einnahme von weichem, glänzendem und überdurchschnittlich dichtem Haar.

Krebserkrankungen

Der erwachsene Mensch besteht aus 100 Billionen Zellen. Jede von ihnen verfügt über einen Kern, in welchem der Bauplan für weitere Zellen und Strukturen gelagert ist – unsere DNA. Intakte DNA kann ausgelesen und diese Information an die Proteinfabriken unseres Körpers weitergeleitet werden. Leiden wir unter hohen Leveln an oxidativem Stress, wie sie zum Beispiel beim Rauchen von Zigaretten entstehen, können freie Radikale in die Zellkerne eindringen und das vorhandene Erbmaterial unwiderruflich schädigen. Solche mutierten Gewebsbestandteile sterben, wenn alles nach Plan läuft, von selbst ab, und werden dann über Komponenten unseres Immunsystems entsorgt. Ist dies nicht der Fall, können sich geschädigte Zellen ansammeln und unkontrolliert vermehren. Es entstehen Gewebemassen, sogenannte Tumore, und wir sprechen von Krebs. Effektive Antioxidantien können uns dabei helfen, diese Erbgutschäden zu minimieren und zu vermeiden. Natürlich empfiehlt es sich, den ernährungs- und umweltbedingten Quellen freier Radikale von vornherein auszuweichen. Nur so lässt sich das Risiko für eine erworbene Krebserkrankung signifikant reduzieren.

Der Ginkgobaum

Der Ginkgobaum gilt als eine der widerstandsfähigsten Pflanzen der Welt. An Orten, an denen andere Bäume schnell sterben, gedeiht er prächtig. Insekten, Krankheiten und Umweltverschmutzungen machen ihm nichts aus. Vermutet wird, dass er diese ausgezeichnete Resistenz und Anpassungsfähigkeit seinem hohen Gehalt an antioxidativen Flavonoiden zu verdanken hat. In der chinesischen Kultur gilt er seit jeher als Symbol für ein langes Leben. Folglich werden in der traditionellen chinesischen Medizin zahlreiche therapeutische Anwendungen für den Ginkgo beschrieben.

Hilfe aus der Natur

Acerola Vitamin C

OPC +C

Bei den oben genannten, themenbezogenen Produkt-Tipps handelt es sich um bezahlte Einschaltungen der Dr. Ehrenberger Synthese GmbH.

Nächster Artikel

Krank! Wenn die Grippe chronisch wird
V iren haben in den letzten drei Jahren sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Wir nehmen so manches nicht mehr auf die leichte Schulter.
Lesen
Verein Natur heilt – Netzwerk für Kooperation mit und für Natur | Das Magazin | Ausgabe 28 - Winter 2022
Inhaltsverzeichnis    Impressum/Disclaimer    Datenschutz
© 2022 - Natur heilt!