Am Anfang
steht die Alge

Omega-3-Fettsäuren sind lebensnotwendig und in unserer Ernährung fast immer zu wenig enthalten.

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Von Benjamin Ehrenberger, B. Sc.


Omega-3-Fettsäuren sind lebensnotwendig und in unserer Ernährung fast immer zu wenig enthalten. Dabei ist ihre gesundheitliche Bedeutung in vielen Studien erforscht und tatsächlich enorm – sofern man zu natürlichen Omega-3-Fettsäuren greift. Denn die Natur bietet auch hier einfach das Beste. Eine ganz besondere Quelle ist die Mikroalge Schizochytrium sp. Als natürliche Alternative zu Fisch- und Krill Öl kommt sie ganz ohne tierische Inhaltsstoffe aus und bietet dennoch deren Vorteile: beide wertvollen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA gemeinsam! Das ist etwa für den Einsatz bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bei allen Entzündungen Voraussetzung.

Die wissenschaftliche Beweislage zu den gesundheitlichen Wirkungen zeigt: Omega-3-Fettsäuren tragen als Bausteine unserer Zellmembranen zu deren Elastizität bei und ermöglichen dadurch eine Optimierung des Wachstums, der Regeneration und der Funktionsweise unserer Zellen. Von der Stärkung der Immunabwehr über die Senkung von Entzündungswerten und Schutz von Herz und Gefäßen bis hin zum Erhalt der Sehkraft und der Aktivierung guter Gene entfalten Omega-3-Fettsäuren ihre Wirkungsweise in sämtlichen Bereichen des Körpers. Vor allem beim Wachstum des menschlichen Gehirns spielen sie eine essenzielle Rolle, weshalb Schwangere und Kinder besonders auf einen ausgewogenen Omega-3-Spiegel achten sollten. 

Auch Veganer und Vegetarier müssen hier aufpassen, denn die essenziellen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA kommen gemeinsam hauptsächlich in Meeresfischen vor und sind daher für Menschen, die in ihrer Ernährung gänzlich auf Fisch verzichten, nur schwer zugänglich. Als Alternative zu Fisch- und Krill Öl stellt das Öl der Mikromeeresalge Schizochytrium sp. eine hervorragende Omega-3-Quelle dar und kommt ganz ohne den Zusatz von tierischen Inhaltsstoffen aus. Doch wie kommt es eigentlich, dass eine kleine Einzelleralge dazu in der Lage ist, uns auf nachhaltige und vegane Weise mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen?

Die Alge ist der Ursprung

Zunächst muss man verstehen, dass die im Meer lebenden Fische ebenso wenig wie wir Menschen essenzielle Omega-3-Fettsäuren wie DHA und EPA selbst produzieren können. Auch sie bekommen ihr Omega 3 in erster Linie von den Algen, die die Nahrungsgrundlage von kleineren Meereslebewesen wie winzigen Fischen und Krill darstellen. Denn die kleineren Meeresbewohner werden anschließend von größeren Fischen wie Lachs und Thunfisch gefressen, die die Fettsäuren in ihren Fettdepots anreichern, wodurch das Omega 3 sich entlang der marinen Nahrungskette verteilt. Wenn wir Menschen also Omega 3 aus Fisch oder Krill beziehen, wurde dieses Omega 3 ebenfalls zunächst in Algen produziert und anschließend über das Tier an uns vermittelt. In Anbetracht dieser Reihenfolge wird klar, dass eine Aufnahme von Omega 3 aus Meeresalgen sich eigentlich nicht als Alternative, sondern als primäre Bezugsquelle von Omega-3-Fettsäuren erweist.


Algen helfen dem Planeten

Der Anbau von Mikromeeresalgen in geschlossenen Systemen gehört zu den nachhaltigsten Arten der Pflanzenkultivierung überhaupt. Es kommt weder zu Überfischung und Ausbeutung der Meere noch können sich Giftstoffe anreichern, die ja gerade in Fetten bevorzugt abgelagert werden. Mikroalgen wie die Schizochytrium sp. kommen mit wenig externen Stoffen aus, was sie zu einem idealen Bioprodukt und zu einem zukunftsträchtigen Nahrungsmittel macht: Sie benötigen nur einen Container, Meerwasser, das extra hergestellt wird, Sonnenlicht, Kohlendioxid und einige Mineralstoffe zum Wachstum. Ja, richtig: Algen produzieren kein Kohlendioxid, sie verbrauchen welches! Anschließend werden die reifen Algen fermentiert und zentrifugiert, mit hochwertigem Bioolivenöl sowie einer Spur ätherischem Biozitronenöl aus Sizilien vermischt – alles unter Ausschluss von Sauerstoff. Dadurch ist der Verderbniswert von Mikroalgenöl extrem niedrig – das schmeckt man. Geruch und Geschmack müssen immer angenehm sein. 

Daher ist es auch ratsam, die Flasche im Kühlschrank aufzubewahren, immer nur kurz zu öffnen und innerhalb eines Monats zu verbrauchen. Aber das ist bei einem reinen Naturprodukt aus der Oberliga der Nahrungsergänzungsmittel nicht anders zu erwarten.

Hinweis zur Lagerung: Das Vegane Omega-3-Öl Premium sollte im Kühlschrank gelagert und innerhalb eines Monats eingenommen werden, denn das enthaltene Algenöl hat eine sehr instabile Struktur. Damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sollte die Flasche beim Entnehmen der Tagesdosis (ein Teelöffel = 5 ml) nur kurz geöffnet und wieder sorgfältig verschlossen werden.

Das Problem mit der Omega-3-Versorgung

Synthetische Omega-3-Fettsäuren haben in Studien hingegen nicht immer positiv abgeschnitten, weil sie schnell ranzig werden, mitunter schon in der Kapsel. Auch zum Konsum von Meeresprodukten gibt es Kritikpunkte. Wer nun denkt, dass er über das Essen von Fischen optimal mit Omega-3-Fettsäuren versorgt wird, muss ebenfalls einiges bedenken. Fettreich sind nur Kaltwasserfische wie Lachs, Thunfisch, Makrele, Hering, Sardine oder Aal. Die Überfischung der Meere ist nur ein Problem. Stammen die Fische aus Aquafarmen, ist – abgesehen von Krankheiten, Kannibalismus und Antibiotika – die Fütterung mit Omega-6-reichem Soja bedenklich, da sie nicht günstig für den Omega-3-Gehalt des Fisches ist. Die auf diese Weise nicht artgerecht gefütterten Fische enthalten in ihrem Fett weniger von den begehrten Omega-3-Fettsäuren und mehr von den entzündungsfördernden Gegenspielern, den Omega-6-Fettsäuren. Hohe Temperaturen bei der Zubereitung der Fische tun ihr Übriges, um die empfindlichen Omega-3-Fettsäuren zu zerstören. 

Wie sieht es bei den pflanzlichen Quellen aus? Leinöl und andere pflanzliche Omega-3-Fettsäuren wie Nüsse oder Samen sind zwar sehr gesund und empfehlenswert, haben aber in Bezug auf die Omega-3-Versorgung den Nachteil, dass sie in einer anderen Form, nämlich als Alphaliponsäure (ALA) vorliegen und diese nur zu einem Bruchteil in das so wertvolle EPA und DHA umgewandelt werden kann. Denn die Enzyme, die zur Umwandlung nötig sind, sind gleichzeitig auch für die Verarbeitung der Omega-6-Fettsäuren zuständig, die in pflanzlichen Omega-3-Quellen gleichzeitig immer auch mehr oder weniger viel enthalten sind, sodass für die EPA- und DHA-Gewinnung kaum Enzyme übrig bleiben.

DHA und EPA

Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind essenziell, was bedeutet, dass sie für die normale Funktion des Körpers benötigt werden, dieser sie aber nicht selbst ausreichend produzieren kann. Durch ihre mehrfach ungesättigten Eigenschaften können sich DHA und EPA mit phospholipiden Molekülen verbinden und tragen so zu einer größeren Elastizität der Zellmembranen bei. Durch diese verstärkte Beweglichkeit verbessern sie das Wachstum und die Regeneration der Zellen – ein Umstand, der sich auf den gesamten Körper mit all seinen Zellen positiv auswirkt. So sehen Menschen, die gut mit Omega-3-Fettsäuren versorgt sind, frischer aus, sind ausgeglichener, haben eine kürzere Regenerationszeit, werden bei Erkrankungen – vor allem bei Entzündungen – gut unterstützt. Und dann sind da noch die spezifischen Wirkungen in bestimmten Körperbereichen.

Verhältnis Omega 6 zu Omega 3

Auch bei guter Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren wie Mikroalgenöl oder mit dem tierischen Gegenstück Krill Öl, sollte man darauf achten, nicht zu viel Omega-6-Fettsäuren wie Sonnenblumenöl, Distel- oder Sojaöl zu sich zu nehmen. Denn es kommt gerade bei Entzündungserkrankungen darauf an, wie hoch das Verhältnis Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren im Körper ist. Beim Großteil der Menschen ist dieses Verhältnis erschütternd schlecht. Ernährungsgesellschaften fordern fünf zu eins, Urzeitmenschen hatten eins zu eins, der moderne Mensch weist aber ein Verhältnis von 20 zu eins, mancher Fast-Food-Fanatiker sogar 100 zu eins auf. Das wirkt sich etwa katastrophal auf die Gefäßgesundheit aus, fördert kleine Entzündungen im Körper, die das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sowie für Krebs ansteigen lassen. Der plötzliche Herztod kommt etwa in Gesellschaften, die viel frischen, rohen Fisch verzehren wie in Okinawa (Japan), viel seltener vor, wohl weil deren Einwohner mehr schützende Omega-3-Fettsäuren in ihre Zellmembran eingelagert haben und ein besseres Fettsäureverhältnis in ihrer gewohnten Ernährung aufweisen.

Die Verbindung zwischen DHA und Gehirn 

Ein Beispiel von vielen für den hohen Wert von Omega-3-Fettsäuren ist das Gehirn. Dort finden wir einen besonders hohen Gehalt an DHA in den Zellmembranen. Schon früh innerhalb der Entwicklung des Kindes im Mutterleib beginnt DHA, sich wie keine andere Fettsäure im Gehirn des Kindes anzusammeln. Bis das Kind vier Jahre alt ist, birgt dieser Speicher bereits vier Gramm. Da im Mutterleib der einzige Nährstofflieferant des Kindes der Körper der Mutter selbst ist, sollten Schwangere besonders auf eine ausreichende Aufnahme von essenziellen Fettsäuren wie DHA und EPA achten. Man kann sich vorstellen, dass bei einem so hohen Bedarf des Kindes während dieser frühen Wachstumsphasen des Gehirns am Ende nicht mehr viel für die Mutter übrig bleibt. Das hat vor allem Konsequenzen für die Stimmungslage der Mutter. Denn DHA ist wichtig für eine ausgeglichene Stimmung, bei der weder Aggression noch Depression vorherrschen. Eine angemessene Versorgung mit DHA beugt somit auch der postnatalen oder Wochenbettdepression („Babyblues“) vor, die oftmals durch einen Nährstoffmangel begünstigt oder hervorgerufen werden kann. Durch einen angemessenen Omega-3-Haushalt wird die Gesundheit von Mutter und Kind positiv beeinflusst. In der Pädiatrie spricht man oft von den ersten 1000 Tagen im Leben eines Kindes, in denen ein rapides physisches Wachstum und eine stark voranschreitende mentale Entwicklung beobachtet werden kann. In dieser Zeit, die mit der Empfängnis beginnt und mit dem zweiten Geburtstag des Kindes endet, ist eine gute Nährstoffversorgung von Mutter und Kind von überragender Wichtigkeit, da hier Anlagen für eine lebenslange Gesundheit geschaffen werden.

Hilfe aus der Natur

Veganes Omega-3-Öl

Bei den oben genannten, themenbezogenen Produkt-Tipps handelt es sich um bezahlte Einschaltungen der Dr. Ehrenberger Synthese GmbH.

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