Unsere
Heilpflanze des Jahres 2022:
die Acerola

Auf das Curcumajahr 2021 folgt nun das Acerolajahr!

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Auf das Curcumajahr 2021 folgt nun das Acerolajahr! Die tropische Frucht wird geschätzt für ihren außergewöhnlich hohen Gehalt an natürlichem Vitamin C, eines der wichtigsten Antioxidantien. Selbst kann unser Körper kein Vitamin C erzeugen, es muss über die Nahrung zugeführt werden – viele lebenswichtige Funktionen hängen davon ab. Begleiten Sie uns durchs Acerolajahr 2022 und finden Sie heraus, warum natürliches Vitamin C so wertvoll für unsere Gesundheit ist.

Die Idee zur Heilpflanze des Jahres stammt von unserem Gründer Dr. med. Michael Ehrenberger. Im Herbst 2020 fragte er uns im Redaktionsmeeting, was wir davon halten würden, ein ganzes Jahr lang eine ausgewählte Heilpflanze ins Scheinwerferlicht zu rücken. Wir waren Feuer und Flamme und sind es noch! Als unsere erste Heilpflanze des Jahres fiel die Wahl auf Curcuma, die Gelbwurz. Ihre zahlreichen Einsatzmöglichkeiten sind durch Studien belegt und hängen zusammen mit dem immunmodulierenden und entzündungshemmenden Wirkstoff Curcumin. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die positive Resonanz, die wir auf die Aktion Heilpflanze des Jahres bekommen haben, und verkünden mit großer Freude: Auf Curcuma folgt nun die Acerola! 

Zwar haben wir in jeder Ausgabe von „Natur heilt“ das Privileg, Pflanzenwissen und unsere Begeisterung über die Fähigkeiten der Natur mit Ihnen zu teilen, – das Bild, das wir durch diese Aktion zu zeichnen in der Lage sind, geht jedoch darüber hinaus. Gekennzeichnet mit dem Heilpflanze-des-Jahres-Symbol finden Sie Fakten, Infos sowie das eine oder andere Rezept – im Magazin, auf Facebook, Instagram sowie im Dr. med. Ehrenberger-Newsletter.

Tropische Vitalstoffbombe

Die Acerola ist eine kugelförmige Steinfrucht mit saurem Fruchtfleisch und hellrot-oranger Haut. Sie kommt ursprünglich aus Mexiko und hat heute ihre Hauptanbaugebiete in Mittel- und Südamerika. Ihr Aussehen erinnert an Kirschen, weshalb sie umgangssprachlich Acerolakirsche genannt wird, selbst wenn keine Verwandtschaft zwischen beiden besteht. Die Acerola ist als Pflanze sehr genügsam, gedeiht sowohl auf feuchten, trockenen wie auf kargen Standorten. Sie wächst im subtropischen und tropischen Klima auf immergrünen Sträuchern bzw. auf Kleinbäumen, die eine Größe von ein bis drei Metern erreichen. Schon die Mayas wussten um die gesundheitsförderlichen Qualitäten der Acerola und setzten sie zur Stärkung der Abwehrkräfte ein, bei Entzündungen, Fieber, grippalen Infekten, Lungenbeschwerden sowie bei Durchfall. Bis heute wird sie in der süd- und mittelamerikanischen Naturheilkunde dafür geschätzt.

Mit ihrem sehr kurzen Fruchtzyklus – von der Blüte bis zur Reife in 25 Tagen – kann die Acerola vier- bis achtmal im Jahr geerntet werden. Der Nachteil der kurzen Reifezeit ist, dass zügig geerntet werden muss, um den idealen Reifezeitpunkt nicht zu überschreiten. Die Acerola hat wegen ihrer sehr dünnen Haut ohnehin eine sehr schlechte Lager- und Transportfähigkeit, das macht die Ernte doppelt anspruchsvoll. Frische Acerolas werden Sie daher in unseren Breiten nicht zu kaufen bekommen. Um die Früchte bei der Ernte nicht zu beschädigen und die Qualität nicht zu mindern, werden die Früchte oft direkt vom Baum in Kühlboxen verpackt und tiefgekühlt zur Weiterverarbeitung gebracht. Außerhalb Mittel- und Südamerikas gibt es die Acerola daher vor allem in getrockneter oder anderweitig verarbeiteter Form (Säfte, Marmeladen,…). 

Eine der schonendsten Methoden, Acerolas zu verarbeiten, ist das Gefriertrocknen mit anschließendem Mahlen. Es entsteht ein Pulver, das sich vielseitig einsetzen lässt und im Vergleich zu anderen Verarbeitungsmethoden den geringsten Nährstoffverlust mit sich bringt.


  Lagerung

Das wasserlösliche Vitamin oxidiert leicht, ist sehr licht- und hitzeempfindlich. In luftdichten, metallfreien Behältern bleibt die Qualität am besten erhalten.

Die Acerola zählt zu den Pflanzen mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt überhaupt. Was die tropische Steinfrucht darüber hinaus so interessant macht, sind ihre vielen enthaltenen Nährstoffe: Magnesium, Phosphor, Kalium und Kalzium, Provitamin A, viele B-Vitamine, Flavonoide, Anthocyane, Carotinoide und sekundäre Pflanzenstoffe. Im natürlich gewachsenen Gefüge können diese vom Körper viel besser aufgenommen werden als isolierte, chemisch nachgebaute Vitaminstrukturen (siehe Infobox Ascorbinsäure vs. natürliches Vitamin C).

Ihr Ruf als hochpotente Vitamin-C-Quelle machte die Acerola weit über ihre Heimat hinaus zur gefragten Frucht. Sie ist in vielen Formen und Qualitätsstufen zu finden und mittlerweile auch als Nahrungsergänzungsprodukt sehr geschätzt. Nicht zuletzt, weil uns kaum Quellen bekannt sind, die mehr Vitamin C liefern als die Acerola. (Sanddorn ist unter allen heimischen Früchten der Nummer-eins-Vitamin-C-Lieferant, mit einem Gehalt von 1200 mg Vitamin C pro 100 g Frucht, während die Acerola bis zu 2000 mg Vitamin C pro 100 g Frucht spendet.)

  Vitamin C trägt bei...


  • zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei
  • zur normalen psychischen Funktion bei
  • zur Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E bei
  • zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems (körperliche Abwehr) bei
  • zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei
  • zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei
  • zur normalen Kollagenbildung für eine normale Knorpelfunktion bei
  • zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Zähne bei
  • zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion des Zahnfleisches bei
  • zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei
  • zu einer erhöhten Eisenaufnahme bei
  • dazu bei, eine normale Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung zu erhalten.

Gesundes Vitamin C

Innerhalb der EU gelten strenge rechtliche Vorgaben dafür, welche gesundheitsbezogenen Aussagen zu einem Produkt bzw. Nährstoff erlaubt sind. Diese sogenannten Health Claims sind auch für Vitamin C genau definiert. Aus diesen offiziell beglaubigten Aussagen (siehe Infobox links) geht deutlich hervor: Vitamin C ist absolut notwendig, damit alle Körperfunktionen ordnungsgemäß ablaufen können. 

Als eines der stärksten Antioxidantien, das wir kennen, ist Vitamin C dafür zuständig, freie Radikale einzufangen. Daraus folgt ein entzündungshemmender Effekt, der sich bei Erkältungen nutzen lässt und angeblich sogar in der natürlichen Krebsprävention und -therapie. Die positive Wirkung des Acerola-Vitamin-C auf die Zellerneuerung bringt darüber hinaus einen Anti-Aging-Effekt mit sich, während sich die sekundären Pflanzenstoffe dazu eignen, Schäden durch das Rauchen oder Ernährungsfehler abzuschwächen beziehungsweise auszugleichen (Adipositas,
Diabetes, zu einseitige Mangelernährung, . . .). 

Ascorbinsäure
vs. natürliches Vitamin C


Bedarf und Dosierung

Die empfohlene Tagesdosis nach der Deutschen sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 90–110 mg bzw. bei Schwangeren bei 110 mg und bei Stillenden bei 150 mg pro Tag. Aber auch Dosierungen im Grammbereich können definitiv empfohlen werden, im Bereich von 5–30 mg/kg und Tag. Die vom Körpergewicht abhängige Tagesdosis beträgt demnach 400 mg bis 3 g.

Einen erhöhten Bedarf haben Raucher, Alkoholiker, Senioren sowie Personen mit einer obst- und gemüsearmen Kost. Weiters haben Patienten mit Magen-Darm-Erkrankungen, Diabetes mellitus, dialysepflichtiger Niereninsuffizienz und Multimorbide ebenfalls einen erhöhten Bedarf. Letztlich sollte bei starker körperlicher und psychischer Belastung, Schwangerschaft und in der Stillzeit vermehrt Vitamin C zugeführt werden.

Für eine therapeutische Wirkung sind höhere Dosierungen notwendig. Generell werden 150–200 mg pro Tag empfohlen. Bezieht man die Dosis auf das Körpergewicht, sind orale Tagesdosierungen von 3–10 g notwendig. Dosierungen bis zu 100 g pro Tag sind möglich.

Verträglichkeit

Natürliches Vitamin C hat eine sehr geringe Toxizität, es kommt selbst bei hohen Dosierungen kaum zu Nebenwirkungen – im Gegensatz zu synthetisch erzeugter Ascorbinsäure, bei der es wesentlich schneller zu Reaktionen auf Überdosierung kommt (Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, …). Überschüsse speichert der Körper nicht. Weil Vitamin C wasserlöslich ist, wird es über Niere und Harnwege ausgeleitet. 

Selbst bei täglicher oraler Dosierung bis 10 g über eine lange Zeit und bei kurzzeitigen Hochdosistherapien bis zu 1,5 g/kg und Tag wurden keine schädlichen Nebenwirkungen beobachtet. Hohe orale Zufuhr ab 3 g kann laxierend wirken (abführend). Die Bildung von Nierensteinen unter hohen Dosierungen wurde widerlegt.  Kontraindikationen sind bei Dosierungen ab 10 g pro Tag zu beachten. Diese Kontraindikationen sind: Eisenspeicherkrankheiten, Niereninsuffizienz, Störungen des Oxalsäurestoffwechsels, Netzhautblutungen und Favismus.

Vitamin C als Therapie bei SARS-CoV-2 

Die Schweizerin Madeleine Wehrmann schreibt in der Studie mit dem Titel „Vitamin C zum Schutz vor SARS-CoV-2 und zur Behandlung von COVID-19“ aus dem Jahr 2020 Folgendes: Vitamin C kann in allen Phasen der viralen Infektion eingesetzt werden. Es vermindert durch seine immunmodulierende Wirkung den Schweregrad der Infektion und verkürzt bei hospitalisierten Patientinnen und Patienten den Klinikaufenthalt. Die Gabe kann sowohl oral als auch parenteral (über Infusion) erfolgen. Zu Therapiebeginn sollte der Vitamin-C-Status gemessen und unter Therapie überwacht werden.

Für den Hausgebrauch lässt sich daraus schlussfolgern, dass eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C in Anbetracht einer möglichen SARS-CoV-2-Infektion als vorteilhaft zu sehen ist. Die immunmodulierende Wirkung von Vitamin C kann natürlich verstärkt werden durch das Spurenelement Zink. 

Schlussbemerkung 

Sie sehen – über die zahlreichen Vorzüge der Acerola und natürliches Vitamin C gibt es viel zu berichten. Gefühlt haben wir mit diesem Beitrag gerade einmal an der Oberfläche gekratzt … Genau darum wurde die Aktion Heilpflanze des Jahres ins Leben gerufen! Wir freuen uns darauf, durchs ganze Jahr hindurch mehr über diese außergewöhnliche Pflanze und ihren nicht minder außergewöhnlichen Nährstoff, Vitamin C, zu berichten.

Hilfe aus der Natur

Acerola
Vitamin C + Zink

Bio Acerola
Vitamin C

Bei den oben genannten, themenbezogenen Produkt-Tipps handelt es sich um bezahlte Einschaltungen der Dr. Ehrenberger Synthese GmbH.

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