Un(v)er-träglich und intolerant

Durch unsere Lebensweise züchten wir Allergien, Nahrungsmittel-Intoleranzen und Unverträglichkeiten.

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Von Mag.a Ines Siegl


Durch unsere Lebensweise züchten wir Allergien, Nahrungsmittelintoleranzen und Unverträglichkeiten, denn wer sitzend, übersättigt, überzuckert und dabei mangelernährt an Vitalstoffen ist, überfordert das Immunsystem und handelt sich unangenehme Einschränkungen ein. Werden diese zum Dauerzustand, bilden sie die Basis für chronische Krankheiten. In fast jedem Stadium lässt sich daran etwas ändern! Die Voraussetzung ist, die Zeichen des Körpers lesen zu lernen.

Heute kommen mehr Stoffe in unsere Körper denn je, über Konsumgüter (Kleidung, Hygiene- und Reinigungsprodukte, Wohntextilien, . . .), Dienstleistungen (Friseur, Kosmetik, Tätowierungen), Umgebungs- und Umwelteinflüsse sowie Nahrungs- und Genussmittel. 

Einen ungeahnten Beitrag daran leistet das Schrumpfen der Artenvielfalt in Umwelt und Mikrobiom (Summe aller Mikrolebewesen). Denn je vielfältiger die Umwelt ist, desto vielfältiger sind auch Lebensmittel und die Darmflora, die sie verstoffwechseln. Umweltgifte, Pestizide und andere Schadstoffe schränken die Artenvielfalt zunehmend ein, während Nahrungsmittelzusatzstoffe wie Weichmacher, Glutamat und Süßungsmittel als krankheitsfördernd gelten. Unsere heutigen Konsum- und Wirtschaftsmethoden begünstigen schlichtweg Krankheiten . . .

Darum begleiten uns rechtliche Kennzeichnungspflichten durch den Alltag, wie bei den gängigsten Allergenen, die in Lebensmitteln und Gerichten angegeben werden müssen. 

„Die Summe der Giftbelastungen ist nicht mehr überschaubar.“

Je mehr Stoffen man ausgesetzt ist und je weniger diese abgebaut werden können, desto größer wird die Belastung für den Körper. Da Bewegung den Schadstoffabbau begünstigt, hemmt zu wenig Bewegung deren Abtransport und fördert so Allergien und Unverträglichkeiten, die dann scheinbar aus dem Blauen heraus auftauchen. Der Körper zeigt mit den Symptomen, dass er Unterstützung braucht. Um hier zielgerichtet zu helfen, gilt es, eine Diagnose zu treffen und die Auslöser der Reaktionen festzustellen. 

Allergien

Eine allergische Reaktion ist eine Abwehrantwort des Immunsystems auf bestimmte Allergene, wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Insektengift oder Lebensmittel. Kurz nachdem der Körper diesen Auslösern ausgesetzt ist, beginnen die Symptome. Sie können leicht verlaufen und im schlimmsten Fall zum anaphylaktischen Schock führen, der unbedingt akutmedizinisch behandelt werden muss.

Zeichen einer Allergie:

  • Haut (Veränderungen, Ausschläge, Rötungen, Bildung von Bläschen, juckende Mundschleimhaut)
  • Atemwege (Schwellung, Atemprobleme, laufende Nase, Juckreiz)
  • Augen (Rötung, Brennen, Juckreiz, Tränen)
  • Nervensystem (Kopfschmerzen, Unruhe)
  • Kreislauf (Schwindelgefühl, bis hin zu Kreislaufversagen/anaphylaktischem Schock)

Nahrungsmittel-Intoleranzen und -Unverträglichkeiten

Das sind Zustände, die auf Stoffwechselprobleme hindeuten. Die häufigsten Formen sind Histaminintoleranz (v. a. lang gereifte und haltbar gemachte Lebensmittel), Laktoseintoleranz (Milchzucker), Fruktoseintoleranz (Fruchtzucker) und Glutenintoleranz (Klebereiweiß aus Getreiden). Die Symptome kommen unmittelbar bzw. in zeitlichem Zusammenhang beim Verzehr der Auslöser. Tests geben Aufschluss und sind dann ratsam, wenn die Beschwerden täglich auftauchen und über zwei bis vier Wochen anhalten. Im Gegensatz zu einer Allergie kommt es bei Intoleranz und Unverträglichkeit zu keiner Antikörperbildung (Immunantwort).

Zeichen von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und -Intoleranzen:

  • Magen-Darm-Beschwerden (Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen, Reflux, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen)
  • Haut (Veränderungen, Ausschläge, Rötungen, Juckreiz, Nesselsucht, Ekzeme)
  • Kopfschmerzen bis Migräne
  • Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Schwierigkeiten beim Denken
  • Angstzustände bis Depressionen
  • Schlafstörungen 
  • Schwindelgefühl
  • Müdigkeit
  • Taube oder kribbelnde Arme und Beine (durch Neuropathie)
  • Hitzewallungen

„Durch Entgiftung sind chronische Krankheiten positiv beeinflussbar.“

Unverträglichkeit und Intoleranz kommen von der Schwierigkeit des Körpers, gewisse Stoffe zu verarbeiten. Meist sind im Verdauungstrakt zu wenig Enzyme vorhanden, deren Aufgabe es wäre, alle Nahrungsbestandteile in aufnahmefähige Formen aufzuspalten. Dieser Enzymmangel hängt häufig zusammen mit einer gestörten Darmgesundheit, wie einem durchlässigen Darm, bei dem unverarbeitete Stoffe in den Körper abgegeben werden und dort Entzündungen auslösen. 

Das Mikrobiom ist beim Leaky Gut (durchlässigen Darm) aus dem Gleichgewicht und kann wiederhergestellt werden durch eine angepasste ballaststoffreiche Ernährung, den Aufbau mit Lactobacillus Darmbakterien und Naturprodukten zur Förderung der Darmgesundheit.

Diagnose und Therapie

Allergien und Intoleranzen können individuell sehr unterschiedlich entstehen und verlaufen, vor allem können sie Leben und Lebensqualität erheblich einschränken. Wenn Sie den Verdacht haben, von einer Allergie oder Unverträglichkeit betroffen zu sein, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin über Möglichkeiten zur Diagnose. Das kann ein Allergietest beim Hautarzt/der Hautärztin sein (Pollen, Gräser, Hausstaub, Tierhaare, …), ein Bluttest (Histaminintoleranz, Zöliakie) oder Atemgastest (Fruktose- und Laktoseintoleranz).

Hat man dann die Diagnose, ist es wichtig, die Lage als ernst, aber veränderlich wahrzunehmen. Es gilt, die jeweiligen Auslöser ab sofort zu meiden, – die Einschränkungen zu dramatisieren, fördert nur Rückfälle. Sinnvoll ist, die Lage zu akzeptieren und beizutragen, die Symptome zu lindern und so die Lebensqualität zu verbessern. Verträglichere Alternativen können beim Weglassen helfen, wie Ersatzprodukte für Gluten, Milch- und Fruchtzucker, sollten aber auch nicht im Übermaß konsumiert werden. Bei Histaminintoleranz ist es ratsam, bei potenziellen Verlockungen Prophylaxe zu betreiben und proaktiv für Alternativen zu sorgen, die man mag. Mittlerweile gibt es viele Bücher und Blogs mit Rezepten, die das Leben mit Allergien und Unverträglichkeiten vielseitig, inspirierend und köstlich machen. 

Helfer aus der Natur

Helfer aus der Natur werden seit jeher eingesetzt, um Allergien und Unverträglichkeiten zu lindern oder gar ganz auszukurieren. Es handelt sich meist um antioxidative, verdauungsfördernde, darmreinigende und immunstimulierende Pflanzen und Stoffe: 

Moringa oleifera (fördert Giftausleitung und Sauerstoffaufnahme)

Schwarzkümmel (antiallergisches Antioxidans, immunstimulierend, verdauungsfördernd, darmreinigend)

Sternanis (entkrampfend, bei Pilzen, Viren und Bakterien, verbessert Lungenfunktion und stärkt Abwehrkräfte)

Reishi Vitalpilz (antiallergisch, fördert Entgiftung, bei Histaminintoleranz ca. eine Stunde vor dem Essen einnehmen)

Mariendistel (entgiftend, bei Leberschäden aufgrund toxischer Stoffe und/oder Alkohol, Fruktoseunverträglichkeit, Fettleibigkeit)

MSM (fördert Schadstoffausleitung, schleimhautschützend, bei Autoimmunerkrankungen) 

OPC+C (Antioxidans, immunstärkend)

Vitamin C (Antioxidans, immunstärkend)

Selen (Antioxidans, zur Schwermetallausleitung, Schutz vor Umweltgiften, krebshemmende Eigenschaften)

Silizium (aktiviert Immunsystem und natürliche Rhythmen, entgiftend)

Yucca Extrakt (zur Darmreinigung, bei Entzündungen und Verdauungsproblemen)

Therapieansätze 

Therapieansätze bei Intoleranzen und Allergien gibt es unzählige, von der langsamen Gewöhnung an das Allergen über Cortisontherapien bis hin zur völligen Umstellung des Lebensstils. Ein Blick zu den alten Heiltraditionen, wie der traditionellen chinesischen Medizin, zeigt: Zu Beginn einer jeden Therapie steht dort immer die Entgiftung. Im Archiv von Dr. med. Michael Ehrenberger haben wir dazu einen passenden Beitrag gefunden.

Hilfe aus der Natur

Schwarzkümmel-Samen

Bio Reishi
Extrakt

Darmkur

Bei den oben genannten, themenbezogenen Produkt-Tipps handelt es sich um bezahlte Einschaltungen der Dr. Ehrenberger Synthese GmbH.

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