Das
Lebensmittel
soll dein
erstes
Heilmittel
sein!

Von Hippokrates bis zu Michael Ehrenberger – der Grundsatz gilt!

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Im Juli 2016 erschien in der Zeitschrift „Fliege und Lebens(t)räume“ des Vereins „Quelle des Lebens – Gemeinsam für gesundes Wasser“ ein Interview mit Dr. med. Michael Ehrenberger, geführt vom Medizin-Journalisten, Autor und Psychologen Walter Ohler. Vielen Dank, Herr Ohler, dass wir die Abschrift des Gespräches zwischen Ihnen und Michael an dieser Stelle teilen dürfen.  Mehr zur Arbeit von Walter Ohler und seinem Arbeitsschwerpunkt „Wasser in der Medizin“ erfahren Sie auf www.quellen-des-lebens.com.


Walter Ohler: 

Am Anfang Ihrer medizinischen Ausbildung stand die sogenannte Schulmedizin. Mittlerweile sehen Sie sich als Ganzheitsmediziner mit – wie Sie sagen – tiefer Verbundenheit zur Natur. Wie viel Schulmedizin ist denn bei Michael Ehrenberger heute noch vorhanden?

Michael Ehrenberger:

Ich weigere mich zwischen der Schulmedizin und der Ganzheitsmedizin eine Trennlinie zu ziehen. Ich mache immer noch gerne Beratungen, bei denen ich Kollegen hinzuziehe, die der sogenannten „Schulmedizin“ angehören. Das Wort „Medizin“ kommt ja aus dem lateinischen Wort „medicina“ und bedeutet so viel wie „Behandlung“, „Vorbeugung“, „Erkennung“. Meiner Meinung nach ist in der modernen Medizin keinerlei Vorbeugung mehr vorhanden. Hier muss man sich schon auf diverse Journale und moderne Apotheken verlassen. Vorbeugen kann man nur mithilfe der Natur, wenn ein Problem akut wird, dann sollte man beide Wege gehen. Bei mir sind beide Wege vorhanden, ohne dass ich einen Weg gering schätze oder missachte. Ich habe den Vorteil, dass ich beide Wege kenne.


Walter Ohler:  

Viele Patienten wenden sich von der Schulmedizin ab. Sie suchen nach natürlichen Lösungen für ihre Gesundheit und vorhandenen Erkrankungen. Können Sie uns mögliche Gründe für die Abkehr von der Schulmedizin nennen?

Michael Ehrenberger:

Diese Abkehr ist klar ersichtlich und die gibt es seit vielen Jahren, dies ist auch gut so. Was aber vielen Menschen nicht bewusst ist, ist, dass sie für ihre Gesundheit auch aktiv etwas tun müssen. Vor allen Dingen stehen hier die Ernährung, die Bewegung und das Stressmanagement im Vordergrund. Einfach nur zu sagen, dass man ein Naturheilmittel einnimmt und dann hofft, dass man gesund wird, das ist zu wenig. Die moderne Naturmedizin muss sich bewusst werden, dass ein „Management des Lebensstils“ gefragt ist. Leider sind aber viele meiner Kollegen bei der Fragestellung überfordert. Ganz klar gesagt: Ein Homöopath mit 30 Kilogramm Übergewicht … weichen Sie diesem aus! Ein weiterer Grund der Abkehr ist, dass versucht wird, jede Störung der Befindlichkeit mit Chemie zu behandeln – das geht nicht! Allein in Deutschland sterben jährlich 50.000 Menschen durch die Einnahme von Medikamenten. Dies sollte doch zu denken geben. Naturmedizin sollte ein verpflichtender Teil der Ausbildung von Ärzten werden.


Walter Ohler:   

Erklären Sie uns bitte, wie Ihr medizinisches Konzept aussieht?

Michael Ehrenberger:

Also ganz ehrlich gesagt: Es gibt kein „Konzept“ in der Medizin. Man weiß nie, was ein Mensch braucht. Einmal sollte man Ernährungsberater sein, dann wieder Fitnesstrainer, danach Entspannungstrainer und sich dann auch noch mit Naturheilmitteln und allopathischen Mitteln auskennen. Das Leben ist bunt, und so sollten auch die Gedanken eines Arztes sein. Einfach nur am Schreibtisch sitzen, ist eindeutig zu wenig. Wenn wir nur die Befunde ansehen, dann ist der Patient nicht gut beraten, vielleicht ist das beste Konzept, eine „Lebensberatung“ anzubieten. Dies trauen sich aber viele Ärzte nicht, weil sie mit ihrem eigenen Leben nicht klarkommen. Wir Ärzte sollten auch so ehrlich sein und zugeben, dass die Biologie noch nicht exakt begriffen hat, wie das Leben „funktioniert“. Sir John Eccles, ein berühmter Gehirnforscher, hat es so formuliert: „Es scheint so zu sein, dass der Dogmatismus der Religionen, der Jahrhunderte geprägt hat, nun in der modernen Forschung Einzug gehalten hat.“ Wir dürfen uns nicht fürchten vor neuen Ideen, wir dürfen uns vor der Tatsache nicht fürchten, dass jede Erkrankung auch von negativen Emotionen ausgelöst und begleitet wird, und wir dürfen uns nicht davor fürchten, ein neues, lebendiges Bild der Physik lebender Systeme anzuerkennen und auch zu lehren. Dabei spielt der Begriff der Lebensenergie eine bedeutende Rolle. Es würde zu weit führen, jetzt diese Ideen weiter auszuführen. Klargestellt muss aber werden, dass sich sogar schon Nobelpreisträger (z. B. Erwin Schrödinger) mit ihnen auseinandergesetzt haben.

Dr. med. Michael Ehrenberger †

Walter Ohler:  

Ein konkretes Beispiel?

Michael Ehrenberger:

Ich kann mich an einen kleinen Buben erinnern. Er war damals vier Jahre alt und hatte jede Nacht Fieber. Seine Mutter war verzweifelt, denn das Fieber dauerte schon drei Monate an. Ich war vorerst ratlos. Es wurde schon alles Mögliche probiert, Antibiotika etc. Als die Mutter schon gehen wollte, fragte ich sie, wie es denn mit der Bettstelle aussehe. Sie sagte zu mir: „Alles in Ordnung, der Schlafplatz ist überprüft worden.“ Ich fragte dennoch weiter und erfuhr, dass die Eltern eine Pyramide (aus Draht) über dem Bett aufgehängt hatten. Ich gab den Rat, diese zu entfernen – und siehe da, das Fieber war sofort weg. Keine Antibiotika mehr, keine Naturheilmittel, das Kind war gesund. Zugegeben, ein seltenes Beispiel, jedoch nicht erfunden und selbst erlebt.


Walter Ohler:  

Welche Lebensmittel sind für Sie grundlegend notwendig für unsere Gesundheit?

Michael Ehrenberger:

Frisches Gemüse, Kräuter jeglicher Art, Fleisch aus artgerechter Haltung, weniger Kohlenhydrate, Wildpflanzen, Bitterstoffe, Ballaststoffe, gesundes Wasser u. s. w. Die Liste ist lang, je natürlicher, desto besser. Alle „kaputten“ Nährstoffe sollte man lieber dort lassen, wo sie hingehören: im Supermarkt. Sehr wichtig sind auch die richtigen Öle. Da spielt das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6 eine wesentliche Rolle. Ist dieses Verhältnis nicht in Ordnung, drohen Entzündungen zu entstehen. So weisen zum Beispiel Sonnenblumen- und Distelöl ein ganz schlechtes Verhältnis auf. Olivenöl und Rapsöl sind da schon wesentlich besser, das beste Verhältnis hat das Öl aus Chiasamen.


Walter Ohler: 

Sie erwähnen Wasser. Welche Rolle spielt Wasser? Gesundes Wasser? Und was ist für Sie gesundes Wasser?

Michael Ehrenberger:

Wasser ist ein ganz wichtiger Assistent in der Medizin. Gesundes Wasser ist „lebendig“, dies kann man nachweisen. Ein lieber Freund von mir, Herr Univ. Prof. Dr. Herbert Klima, hat mit mir einige Forschungsarbeiten gemacht. Das Ergebnis war sensationell, blieb aber leider ohne Resonanz. Reines, klares Wasser kann das Herz und somit das ganze Gefäßsystem stärken. Dies haben Studien erwiesen. Wenn die Medizin den Mut hätte, in den internen Stationen reines, klares, lebendiges Wasser (ohne Kohlensäure) als Getränk einzuführen, dann würden wir uns viel Geld ersparen.


Walter Ohler: 

Sie beziehen sich auf Studien. Eine ganz frische Studie von Dr. Kirsten Deutschländer kann belegen, dass vor allem artesische Quellwässer deutliche Heileffekte erzielen können. Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?

Michael Ehrenberger:

Ja, natürlich! Quellwässer unterstützen die Herzratenvariabilität. Zugegeben, ein komplizierter Begriff. Dennoch leicht zu merken. Je jugendlicher unser Herz ist, desto rhythmischer schlägt es. Dies kann man nachweisen. Natürliches Wasser unterstützt diesen Prozess, dies ist in Studien nachgewiesen worden. Ich spreche hier nicht von Studien, die irgendwie zusammengezimmert wurden, sondern von ganz sauberen klinischen Untersuchungen. Jeder Mensch sollte daher klares, sauberes Quellwasser trinken. Der Effekt ist gut sichtbar, spürbar und nachweisbar. Ich kann Frau Dr. Deutschländer nur Recht geben.


Walter Ohler: 

In komplementärmedizinischen Kreisen wird häufig von „gesunder Medizin“ gesprochen. Das hört sich attraktiv und einfach an. Sozusagen maßgeschneidert für den suchenden Patienten. Obwohl dieser Begriff viele Erfordernisse vom Patienten verlangt. Umkehr. Authentizität. Disziplin, Vertrauen und Wille. Aber wie einfach kommt man denn aus einem alten System von Gewohnheiten zu einem Neuen, das viel mehr Eigeninitiative von den Menschen erfordert? Reicht die Kraft für eine Umkehr? Wie viel Disziplin braucht man? Ich glaube, dass viele Menschen einfach überfordert sind.

Michael Ehrenberger:

Ich kann mit dem Begriff „gesunde Medizin“ sehr wenig anfangen. Natürlich sollten wir beginnen zu kooperieren, das wäre eine gesunde Medizin. Zusammenarbeit ist der wichtigste Motor in unserem Leben. Der Patient mit dem Arzt, der Arzt mit dem Patienten und beide mit der Natur. Denn wir sind ein Teil der Natur. Alle Regeln, die es in der Natur gibt, gelten auch für uns Menschen. Wer diese nicht sieht und lebt, der muss halt fühlen, dieses Grundprinzip ist einfach. Wir dürfen auch niemals aufhören zu lernen, Neugierde ist eine sehr positive Eigenschaft. Wie geht es mir, wenn ich eine Woche lang kein Essen zu mir nehme, wie fühle ich mich mit fünf Kilo weniger, wie geht es mir, wenn ich einmal zehn Kilometer gehe? Wie geht es mir, wenn ich drei Stunden allein bin und kein Handy oder Radio dabeihabe? Wie geht es mir, wenn ich über das Ende meines Lebens auf dieser Erde nachdenke? Wenn wir im Kollektiv nicht umkehren, dann haben wir noch mehr Probleme, als wir jetzt schon haben. Ja, es gehört Disziplin dazu und manche Menschen sind überfordert. Ich spüre aber auch eine Sehnsucht nach einer neuen Lebensqualität, die nicht abhängig ist von Konsum, Medien und Macht. Ohne jetzt politisch zu werden: Unsere Grünparteien hätten die Chance gehabt, sie haben aber den Zug abfahren lassen und sind nicht eingestiegen. Warum nicht? Weil sie nichts ändern wollten. Nur wir persönlich können dies tun und wenn wir dies wollen, dann wird die Welt sich auch verändern.


* Dr. med. Kirsten Deutschländer: Gesundheitliche Wirkungen einer Trinkkur mit artesischem Quellwasser. Kann gute Wasserqualität anhand physischer und psychischer Reaktionen nachgewiesen werden? Ergebnisse einer Pilotstudie. Erschienen: Erfahrungsheilkunde Haug Verlag Ausgabe 1/2016 (Bd. 65) S. 18–24.

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