Von der Wiese
in den Mund

Teil 7 der Artikelserie Gesunde Lebensmittel – gesunder Mensch

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Von Natalie Schneider


Franzosenkraut

Das Franzosenkraut, auch als Knopfkraut bekannt, findet man überall – egal ob an Straßen- oder Feldrändern, im Garten oder im Acker. Seinen Ursprung hat das Kraut nicht in Frankreich, sondern auf einem anderen Kontinent. Der Süden Amerikas, Peru, gilt als die ursprüngliche Heimat des Krautes. Die Bezeichnung dieser Pflanze steht mit Napoleon Bonaparte in Verbindung. Sie trat in der Zeit seiner Siegeszüge über ganz Europa auf und die Blüten könnten an Knöpfe an den Uniformen der französischen Soldaten erinnert haben. Oftmals wird es als Unkraut angesehen, da es sich sehr schnell ausbreitet und zur Plage in Obst- und Gemüsegärten werden kann. Das Kraut hat jedoch auch seine Vorteile, denn Köche verwenden es gerne, um schmackhafte Salate und Gerichte zuzubereiten.

Steckbrief


Pflanzenname: Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora)


Erntemonate: April bis November (wetterabhängig)


Inhaltsstoffe: Eisen, Kalzium, Magnesium, Mangan, Vitamin A, Vitamin C


Verwendung als Heilkraut bei: Energiebedarf, grippalen Infekten, Magen-Darm-Problemen; wirkt sich positiv auf das Blutbild aus


Verwendung als Lebensmittel: roh im Salat, eingearbeitet in Pestos und Smoothies

Achtung: Wer einen, der im Steckbrief angegebenen Inhaltsstoffe nicht verträgt, sollte die beschriebenen Kräuter nicht verwenden. Die hier beschriebenen Wirkungen sind keine ärztlichen Handlungsempfehlungen und ersetzen nicht den Arztbesuch!


Franzosenkraut – Rezept

Salat mit Franzosenkraut

Zutaten: 3-4 Handvoll Franzosenkraut, eine halbe Bio-Gurke, 30 ml Balsamico, 60 ml Olivenöl, eine Prise Salz, eine Prise Pfeffer und einen Teelöffel Senf.

Zubereitung: Das Kraut waschen, trocken schütteln und in mundgerechte Stücke zupfen. Die Blüten können mitverwendet werden. Die Gurke wird in kleine Stücke geschnitten und danach mit dem Kraut in einer Schüssel vermengt. Für das Dressing das Olivenöl mit dem Balsamico verrühren und mit Salz, Pfeffer und Senf würzen. Anschließend wird das Dressing mit dem Salat gut vermischt. Das Franzosenkraut kann auch mit anderen Salatarten kombiniert werden. 

Tipp: Dünn geschnittene Apfelscheiben oder Orangenschnitze verleihen dem Salat eine fruchtige Note.


Pfennigkraut

Das Pfennigkraut, auch Münzkraut oder Pfennig-Gilbweiderich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich. Das Kraut wird gerne als Bodendecker verwendet und deshalb auch in Gärten angepflanzt. Es ist nicht leicht zu entdecken, da sich die Stängel und die runden kleinen Blätter samt goldgelben Blüten nur knapp über dem Boden ausbreiten. Es gedeiht auf lehmigem Boden, an feuchten und schattigen Plätzen. Seine Bedeutung als heilendes Kraut hat es schon im Mittelalter und während der Renaissance erlangt. Das Pfennigkraut wurde auf schlecht heilende Wunden aufgelegt und bei Geschwüren und Durchfall angewendet.

Steckbrief


Pflanzenname: Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)


Blütezeit: ganzjährig


Inhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, Kalium, Kieselsäure, Saponine, Schleimstoffe


Verwendung als Heilkraut bei: Husten, Durchfall, Rheuma, Schwindsucht, bei Hautproblemen wie Ekzemen, Wunden, Blasen, Prellungen und Narbenbildung. Es wird zerquetscht und auf die jeweilige Stelle gelegt.


Verwendung als Lebensmittel: für Würzkräutermischungen, Salate, Kräuterbutter, Kräuterquark oder frische Blätter als schmackhafte Beigabe am Butterbrot.

Achtung: Wer einen, der im Steckbrief angegebenen Inhaltsstoffe nicht verträgt, sollte die beschriebenen Kräuter nicht verwenden. Die hier beschriebenen Wirkungen sind keine ärztlichen Handlungsempfehlungen und ersetzen nicht den Arztbesuch!


Pfenningkraut – Rezepte

​Pfennigkraut-Tee

Zubereitung: Man gibt einen Teelöffel des Krautes in 250 ml kochendes Wasser. Man lässt es 10 Minuten ziehen und siebt es anschließend ab. Der Tee kann getrunken und für Kompressen auf schlecht heilende Wunden aufgelegt werden.

Kräuterbutter 

Zutaten: Ein Bund frisches Pfennigkraut (weitere Kräuter sind möglich), eine Knoblauchzehe, 250 g weiche Butter und eine Prise Salz.

Zubereitung: Das Kraut waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken oder pressen. Wichtig ist, die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, da sie sonst zu hart ist. Die weiche Butter, Pfennigkraut und den Knoblauch in einer Schüssel mit der Gabel verkneten. Die Pfennigkraut-Butter mit etwas Salz abschmecken und mit einem frischen Brot genießen.

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