Weidenrinden Extrakt – ein
„natürliches Aspirin“

Schmerzen, besonders im Bewegungsapparat, sind die täglichen unangenehmen Begleiter vieler Menschen geworden. 

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Von Dr. med. Michael Ehrenberger

Schmerzen, besonders im Bewegungsapparat, sind die täglichen unangenehmen Begleiter vieler Menschen geworden. Die Ursachen können vielfältig sein. Sie können von einer Übersäuerung stammen, von Übergewicht, Gelenksabnützungen durch zu viel Sport und Fehlhaltungen und Muskelschwächen durch zu wenig Bewegung. Meistens gehen die Schmerzen mit Entzündungen einher und werden von der Schulmedizin mit verschiedenen Präparaten behandelt. Es handelt sich dabei zumeist um NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) oder auch Cortison. Ihre Wirksamkeit ist unumstritten, ebenso wie die Nebenwirkungen. Die Natur bietet uns eine Hilfe an: einen Extrakt aus der Weidenrinde.

Es gibt weltweit circa dreihundert Weidenarten. Sie können in verschiedenen Arten vorkommen, entweder als Strauch oder als Baum. Im Frühjahr dienen die Weiden den Bienen als erste Nahrungsquelle. Man unterscheidet zwischen männlichen und weiblichen Pflanzen, die sich durch die Farbe ihrer Blüten leicht erkennen lassen. Die männlichen Exemplare erkennt man an den gelben Staubblättern, die weiblichen an der grünlichen Farbe.

Weiden lieben die Nähe von Wasser. Sie können jährliche Überflutungen längere Zeit unbeschadet überstehen. In den letzten Wochen entdeckte ich in meinem Garten einen Weidenzweig, der bereits seit zwei Jahren in einem kleinen Biotop überlebt. Die Weidenrinde, die als Grundlage für den Weidenrinden Extrakt verwendet wird, kann von verschiedenen Weidenarten gewonnen werden. Man verwendet dafür die Rinde von 2–3-jährigen Ästen.

Der Weidenrinden Extrakt ist eine Vitalstoffmischung, die entzündungshemmend, schmerzlindernd, antioxidativ, fiebersenkend und knorpelprotektiv wirkt. Die Weidenrinde wird im Volksmund auch als „natürliches Aspirin“ bezeichnet, obwohl sie keine Acetylsalicylsäure enthält, sondern ganz unterschiedliche Phenole, von denen Salicin das bekannteste ist. Salicin wird im Verdauungstrakt in Salicylsäure umgewandelt und entwickelt danach die fiebersenkenden, schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkungen. Obwohl die Weidenrinde keine Acetylsalicylsäure enthält, war sie dennoch eine gewisse Vorlage für das heute so oft verwendete Aspirin®. Wir sehen also wieder einmal, wie die Natur die Entwicklung chemischer Medikamente beeinflusst hat.

Weidenrinden Extrakte enthalten unterschiedliche Phenole. Man versteht darunter Benzolringe, die eine Hydroxygruppe tragen. Polyphenole haben typischerweise mehr als einen aromatischen Ringkern, wie dies bei Flavonoiden der Fall ist. In der Weidenrinde ist Salicin das bekannteste Polyphenol, es wird im Verdauungstrakt in eine aktive Form umgewandelt. Diese aktive Form ist dann in der Lage, die schon kurz beschriebenen Wirkungen zu entfalten. Flavonoide, zu denen die Polyphenole auch gehören, werden im Magen-Darm-Trakt relativ schwer resorbiert, da die Weidenrinde jedoch reich an Polyphenolen ist, werden relevante Serumspiegel erreicht.

Die Weidenrinde wurde in zahlreichen Studien bereits untersucht und ihre positiven Wirkungen wurden bestätigt. Vor allen Dingen sind Studien hervorzuheben, bei denen Patienten mit Rückenschmerzen eine deutliche Linderung der Symptomatik erfahren durften. Die Studien wurden mit 240 Milligramm Salicin durchgeführt, unser Produkt enthält als Tagesdosis 400 Milligramm.

Der Extrakt der Weidenrinde ist einer der stärksten pflanzlichen Entzündungs- und Schmerzhemmer, vergleichbar mit Aspirin®, lediglich in der fiebersenkenden Wirkung dürfte es dem Aspirin® unterlegen sein, wobei es sich nicht um einen Nachteil handelt, denn Fieber ist eine sinnvolle Reaktion des Abwehrsystems.

Es wurden Studien mit Patienten durchgeführt, die an Arthritis beziehungsweise an Arthrose leiden. Besonders effizient zeigte sich die Kombination von Weidenrinden Extrakt mit der Einnahme von Ingwer und Weihrauch. Diese Kombination scheint so manchen chemischen Schmerzmitteln überlegen zu sein.

Nebenwirkungen wurden auch bei längerer Anwendung keine beobachtet. Eine Hemmung der Thrombozytenaggregation konnte nicht festgestellt werden, daher eignet sich das Extrakt nicht als Ersatz für Kardio-Aspirin. 

Gelegentlich kam es zum Auftreten von Allergien, in diesem Fall musste das Produkt abgesetzt werden. Auszuschließen ist nicht, dass das Extrakt mit Gerinnungshemmern interagiert, weitere Studien sind abzuwarten. Im Gegensatz zu Aspirin® wurden keine gastrointestinalen Nebenwirkungen beobachtet.

Die Wirksamkeit von Weidenrinden Extrakt bei chronischen Beschwerden ist inzwischen mit zahlreichen, placebokontrollierten Studien belegt. Wie schon beschrieben, kann man die Wirkung nicht nur auf den Gehalt von Salicin zurückführen, denn dafür ist der Gehalt zu gering. Wie fast immer bei Natursubstanzen kommt es auf eine optimale Komposition an. Im Fall der Weidenrinde dürfte der Anteil von Polyphenolen eine besondere Rolle spielen.

Zwei sehr seriöse Studien an der Universität Tübingen und der Universität Haifa belegen signifikant die Wirkung von Weidenrinden Extrakt bei schmerzhaften Veränderungen der Knie- beziehungsweise Hüftgelenke. Die Patienten wurden in drei Gruppen aufgeteilt, wobei eine Gruppe ein Placebo erhielt, eine Gruppe ein Produkt mit 120 Milligramm Salicin pro Tag und die dritte Gruppe ein Produkt mit 240 Milligramm pro Tag. In der ersten Gruppe (Placebo) verbesserten sich die Schmerzen um 6 %, in der zweiten Gruppe (120 mg) um 21 % und in der dritten Gruppe (240 mg) um 39 %.

Auch an der Universität in Frankfurt wurde eine Studie mit Patienten durchgeführt, die an chronischen Rückenschmerzen litten. In dieser Studie wurde der Effekt des Weidenrinden Extraktes mit herkömmlichen Schmerzmitteln (NSAR) verglichen. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass die Weidenrinde sogar den chemischen Medikamenten überlegen war und dies bei deutlich geringeren Kosten.

Indikation und Dosierung

Das klinisch geprüfte Weidenrinden Extrakt kann bei verschiedenen Schmerzen im Bewegungsapparat eingesetzt werden. Dazu gehören chronische Rückenbeschwerden, Schmerzen in Hüft- und Kniegelenken, aber auch Kopfschmerzen. Der vorwiegende Einsatz ist bei chronischen Beschwerden – bei akuten Schmerzzuständen kann selten ein Erfolg erzielt werden. Die Dauer der Einnahme sollte vier Wochen nicht unterschreiten. Ist nach diesem Zeitraum keine Besserung eingetreten, dann ist es ratsam, Alternativen zu suchen.

Die Dosierung des Weidenrinden Extraktes hängt von der Intensität der Schmerzen ab. Bei leichten Schmerzen werden 120 Milligramm, bei starken Schmerzen 240 Milligramm und bei sehr starken Schmerzen 360 Milligramm als Tagesdosis empfohlen.

Besonders erwähnenswert ist, dass man Weidenrinden Extrakt mit Weihrauch kombinieren kann. Weihrauch besitzt ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung und verstärkt so den positiven Effekt der Weidenrinde. Ein Extrakt aus der Ingwerwurzel kann ebenfalls in Kombination eingesetzt werden.

Einsatzgebiete:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat
  • unspezifische Rückenschmerzen
  • leichte, fieberhafte Erkrankungen
  • Infektionserkrankungen
  • Kopfschmerzen
  • rheumatische Beschwerden


Hilfe aus der Natur

Weidenrinden
Extrakt

Bei den oben genannten, themenbezogenen Produkt-Tipps handelt es sich um bezahlte Einschaltungen der Dr. Ehrenberger Synthese GmbH.

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